Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.

Marie Curie

Diagnostik

In einem ausführlichen Aufnahmegespräch wird die Geschichte Ihrer Krankheiten und Beschwerden rekonstruiert und nach den Kriterien der Chinesischen Medizin eingeordnet. Die Puls- und Zungendiagnose sind dabei wichtige Untersuchungsmethoden um Ihren energetischen Grundzustand zu beschreiben. In der Behandlung kommen Chin. Arzneimitteltherapie, Akupunktur und individuelle chinesische Ernährungsberatung zum Einsatz

Nach dem Verständnis der alten Chinesen hatte die Medizin die Aufgabe der Prävention: Krankheit sollte gar nicht erst entstehen. Daher werden in der TCM Befindlichkeitsstörungen - z.B. chronische Müdigkeit, häufige Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen etc. als Vorstadium von Krankheit angesehen, entsprechend ernst genommen und behandelt.

Sanfte Befunderhebung
Die Traditionelle Chinesische Medizin kennt grundsätzlich vier diagnostische Verfahren, die üblicherweise bei jedem Patienten nacheinander angewandt werden:
  • Befragen
  • Riechen und Hören
  • Betrachten
  • Betasten

Befragen
Die Befragung des Kranken ist, wie bei anderen medizinischen Richtungen auch, der umfangreichste und wichtigste Teil der Diagnostik. Hierbei wird alles erfragt, was irgendeine Beziehung zu gestörten Funktionen haben kann: Art und Entstehung der aktuellen Beschwerden, Schmerzen, Wärme- und Kälteempfindungen, Appetit, Verdauung, Wasserlassen, Schwitzen, Menstruation, Schlaf, Müdigkeit, psychisches Befinden etc. Aber auch äußere Einflüsse wie familiäre Konflikte, berufliche Anspannung oder die Auswirkungen des Wetters spielen eine wichtige Rolle.

Riechen und Hören
Ein auffälliger Körpergeruch oder der Klang des Hustens können für den Arzt wichtige Hinweise für die Diagnose sein.

Betrachten
Der wichtigste Teil des Betrachtens bei der Suche nach sichtbaren Krankheitszeichen ist die Zungendiagnostik. Die Form, die Farbe, die Beweglichkeit der Zunge und die Art des Zungenbelages sowie der Zustand der Venen am Zungengrund können entscheidende Hinweise auf die zugrundeliegende Störung geben.

Betasten
Die wichtigste Pulstaststelle ist die Arterie am Handgelenk auf der Daumenseite. Hier liegen auf jeder Seite drei Pulstaststellen hintereinander, von denen jede einem Funktionskreis bzw. Organ zugeordnet ist.

Bei der Tastung des Pulses geht es in der Chinesischen Medizin hauptsächlich um fühlbare Qualität: Ist er eher oberflächlich oder tief tastbar, ist der Puls kräftig oder gar gespannt und "drahtig", oder fühlt er sich vielmehr schwach und kraftlos an? Auch Frequenz und Rhythmus werden registriert. Je nach Pulsqualität kann dies auf grundlegende Störungen wie z. B. Kälte, Schleim oder Energiemangel schließen lassen.

Zusammenfassende Beurteilung und Diagnose
Von sämtlichen mit den vier diagnostischen Verfahren gesammelten Informationen muss der Arzt nun die wichtigsten erkennen und acht Leitkriterien zuordnen, die aus vier Paaren mit gegensätzlichen Wertnormen bestehen. Der Arzt unterscheidet dabei nach:
  • Yin- oder Yang-Erkrankung
  • Kälte- oder Hitze-Erkrankung
  • Leere- oder Fülle-Erkrankung
  • Tiefe oder oberflächliche Erkrankung



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